Donnerstag, 29. Januar 2015

Hitler und Bayreuth


Hitler und Bayreuth

Hitlers Lieblingskomponist war Richard Wagner. Wagner lebte von 1813 bis 1883, also vor der Zeit des Nationalsozialismus, er hatte aber antisemitische Anschauungen, die er auch offen kundtat. Er hat dazu auch ein Schrift verfasst „Das Judenthum in der Musik“, die er zunächst (1850) unter einem Pseudonym verfasste, sie später (1869) aber auch unter seinem Namen veröffentlichte.

http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/8/8b/Wagner_Das_Judenthum_in_der_Musik_1869.jpg

Hitler und die Nationalsozialisten verherrlichten Wagner als Deutschen Komponisten. Hitler soll sich, als er in Wien lebte, viel mit Wagnermusik beschäftigt haben.

Hitler lernte 1923 Cosima und Winifred Wagner in Bayreuth kennen. Als Führer war er regelmäßiger Besucher in Bayreuth und großer Förderer der Wagner-Festspiele. Winifred Wagner war die Schwiegertochter von Richard Wagner und mit Hitler befreundet.

Winifred Wagner und Adolf Hitler (Foto: DPA)

Nach Wikipedia nahm Hitler „ später als „Führer“ per Verfügung Einfluss auf die Festspiele hinsichtlich des Programms und der Regie, z. B. bei Parsifal. Als ehemaliger Postkartenmaler Ideen zum Bühnenbild eines der höchstrangigen Musikfestivals in Deutschland beizusteuern verschaffte Hitler persönliche Genugtuung und das Gefühl der Anerkennung beim deutschen Bürgertum.“

Hier könnt ihr einen Bericht über die Ankunft von Hitler bei den Wagnerfestspielen in Bayreuth sehen, dem am Schluss ein Auszug aus Meistersinger beigefügt ist:


Hitlers Lieblingsoper:
Hitlers Lieblingsoper soll Rienzi von Richard Wagner gewesen sein. Zu seinem 50. Geburtstag wurde ihm die Originalpartitur geschenkt (Quelle Wikipedia). Das Werk wurde im Hitlerdeutschland sehr oft gespielt, nach Kriegsende allerdings nur noch selten.

Hitlers Lieblingsoperette:
Hitlers Lieblingsoperette soll „Die lustige Witwe“ von Franz Lehar gewesen sein. Die Librettisten Leon und Stein waren allerdings jüdisch und so blieben ihre Namen während der NS-Zeit bei Aufführungen unerwähnt. (Quelle: Wikipedia)

http://i.dailymail.co.uk/i/pix/2007/05_02/hitlerbDM_468x352.jpg

 

Sonntag, 25. Januar 2015

Swing-Kids


Swing Kids

Die Swing-Jugend im Hitler Deutschland war ein Teil der jugendlichen Protestbewegungen. Hitler Deutschland wollte die Jugendlichen in der HJ und dem BDM sehen. Disziplin, Gehorsamkeit und hohe Moral waren das Ideal „Zäh wie Leder und hart wie Krupp-Stahl.“ Eigentlich sollten alle Jugendlichen Uniformen tragen und dem Führer treu ergeben sein. Trotzdem bildeten sich in den Großstädten Cliquen von Jugendlichen, die diese Ideale niocht erfüllen wollten und sich sogar darüber lustig machten. Sie hörten swing und Jazz, was damals als „verjudete Niggermusik“ oder „Gejüdel“ bezeichnet wurde. Dieser Musik-Stil war absolut vepöhnt. Er kam von den Amerikanern und hatte berühmte Vertreter wie Benny Goodman oder Louis Amstrong.

 http://www.moloko-plus.de/sites/default/files/11/29-swingjugend01.jpg

Die Kleidung:

Die Swing-Boys trugen lange karierte englische Sakkos, Schuhe mit hellen dicken Sohlen, Hüte und auffällige Schals. Die Swing-Girl weite Röcke oder Kleider und sogar Hosen (was für diese Zeit absolut unüblich war). Sie waren außerdem geschminkt und hatten lackierte Fingernägel. Das Schminken war ein Protest gegen das Ideal der deutschen Mutter und Hausfrau. Die langen, offen getragenen Haare widersprachen ebenfalls dem Idealbild eines deutschen Mädchens. Aber nicht nur die Swing-Girls sondern auch die Swing-Boys hatten lange Haare, die bis zum Kragen reichten.

https://swungover.files.wordpress.com/2013/06/dieunwertigen_swingjugend-1.jpg       http://oursociety.ru/_pu/1/86148060.jpg

Provokation:

Die Swing-Kids provozierten mit ihrem Äußeren, ihrer Musik und ihrem Tanz. Sie verspotteten Hitler- Deutschland zum Beispiel mit dem Spruch „Swing Heil“.

Auszug aus www.verstummtestimmen.de über Swingjugend, Bericht eines Inspekteurs des HJ-Streifendienstes Hamburg, 1940:

 „…..Auf dem Flügel der Kapelle, sah ich bei meinem Eintritt ein Schild mit der Aufschrift „Swing erbeten“! Ein vor dem „erbeten“ stehendes Kreuz ließ darauf schließen, dass das Schild einmal „Swing verbeten“ hieß…. Der Anblick der etwa 300 tanzenden Personen war verheerend. Kein Paar tanzte so, dass man das Tanzen noch als einigermaßen normal bezeichnen konnte. Es wurde in übelster und vollendetster Form geswingt…“

Die Swing-Kids wurden als Bedrohung von den NS-Leuten sehr ernst genommen. Sie wurden verfolgt und hatten mit schweren Strafen zu rechnen. http://grammophon-platten.de/e107_files/public/1349036945_232_FT0_swing_tanzen_verboten_1938.jpg

Hier ein Link zu einem Interview mit einem Zeitzeugen, der Swing-Boy war:


Hier nochmal das Lied „flat foot floogie“ in Originalversion (ohne die Provokation „Treu Deutsch)


 

Die Swing-Jugend traf sich in Bars, Caffes und teilweise auch in Privat-Häusern um die Swing-Parties zu feiern.

http://gaite-lyrique.net/sites/default/files/kcfinder/upload/images/Hot%20stomp%20.hbc.jpg    http://www.ffmhist.de/ffm33-45/bitmap/hm_swing1_3_k.jpg

Meiner Meinung nach sind die Swing-Kids keine echte Bedrohung gewesen und es wurde viel zu überreagiert. Es wurde schließlich auch in deutschen Filmen Elemente dieser Musikrichtung verwendet, weil sie unterhaltsam war. Ich persönlich mag Swing sehr gerne und ich kann mir nicht vorstellen dass er einmal verboten wurde, da die Musik ein großer Stimmungsmacher ist. Ich kann verstehen dass die Swing-Kids sie geliebt haben. Ich finde außerdem bewundernswert dass sie dazu gestanden sind.

In einem Brief von Himmler sieht er Prügel und die Einweisung in KZs vor, wenn die Eltern das unterstützt haben sollten auch sie bestraft werden.